Samstag, 20. Januar 2007
Ritter
Ritter ist eigentlich die Bezeichnung für die Gefolgsleute des Hochadels und des Königs. Teilweise hatten aber auch Klöster ihre Gefolgschaft, welche sich auch Ritter nannten.
Jeder Adlige der Militärdienst leistete konnte diesen Titel erhalten. Später wurde der Titel vor allem vererbt. Selten konnte auch jemand, der nicht adlig war, zum Ritter geschlagen werden. Oft konnten diese Leute den Titel aber nicht auf die Dauer behalten, da ihre wirtschaftliche Lage es nicht erlaubte.
Die meisten Adligen waren jedoch keine „richtigen“ Ritter. Aus finanziellen und familiären Gründen zogen sie es vor Edelknechte zu sein. Das bedeutet, dass sie ritterbürtige und Waffentragende Krieger sind. Gerade bei Turnieren wurde streng auf den Unterschied zwischen Edelknechten und Rittern unterschieden. Ein Ritter durfte z.B 3 Pferde mitnehmen ein Edelknecht nur 2.
Ursprünglich waren die Ritter bewaffnete Reiter, die vom niederen Adel waren. Bauern konnten schon deshalb keine Ritter sein, weil sie die teuren Waffen und die Rüstung gar nicht bezahlen konnten. Dem König gegenüber waren sie zur Treue verpflichtet und mussten mit ihm in den Krieg gegen andere Könige ziehen.
Das Leben der Ritter war nicht sehr angenehm. In den Burgen war es oft kalt, da die Räume nur schlecht geheizt werden konnten. Auch waren die Mauern oft nicht ganz dicht.
Da das Brennholz sehr teuer war, war ein warmes Bad nur dem Burgherr erlaubt. Allgemein wusch man sich nur sehr unregelmässig und auch nur an den „wichtigen“ Stellen. Weiter hatten die Ritter oft mit Läusen zu kämpfen. Auch die Rüstung war sehr schwer. Ein Ritter brauchte meistens Hilfe, um sie anzuziehen. Dies war oft die Aufgabe des Knappen. Ein Knappe machte sozusagen die Lehre beim Ritter. Während 7 Jahren lernte er, wie man mit den Waffen umgeht und wie man sich in der Gesellschaft verhält. Dazu gehörten natürlich die Ritterlichen Ideale:
Edelmut, Tapferkeit, Loyalität und Großzügigkeit waren die obersten ritterlichen Ideale.Er sollte sein Schwert in den Dienst der Armen und Bedürftigen stellen und im Rahmen der Kreuzzüge das Heilige Land von den "Ungläubigen" befreien.
Thema Ritter in der Schule:
Ich denke, dieses Thema eignet sich gut, um eine Projektwoche zu machen. Die Kinder können eigene Ritterrüstungen anfertigen, Burgen basteln, Ritterspiele lernen, Burgen betrachten, Sagen lesen…
Wichtig finde ich jedoch, dass man den Kindern auch von den Schattenseiten des Ritterlebens erzählt. Die Kinder sollen auch wissen, dass es viel mehr Bauern als Ritter gab zu dieser Zeit.
Richtet man nur den Blick auf den Ritteralltag entsteht sonst zu schnell ein einseitiges Bild vom Leben im Mittelalter.
Eine andere Idee wäre es, ein Klassenlager zu diesem Thema durchzuführen. Der Höhepunkt wäre natürlich, wenn die Kinder eine Nacht in einer Ruine übernachten könnten. Dies muss aber gut organisiert werden.
Mittwoch, 17. Januar 2007
Ernährung in der Schule
Lernen kostet Energie. Das merken wir alle, wenn wir für eine Prüfung lernen müssen. Der häufige Gang zum Kühlschrank ist nicht nur für eine Abwechslung gut, sondern auch für den Energiehaushalt aufzustocken. In der Schule wird von den Kindern volle Konzentration erwartet. Wenn der Energieschub vom Frühstück während des Vormittages aber nachlässt, ist das in der Klasse deutlich spürbar. Es wird sofort unruhiger und die Lehrperson hat zunehmend Mühe, die Klasse für das konzentrierte Arbeiten zu motivieren. Daher ist zwei bis drei Stunden nach dem Frühstück ein Pausenbrot so wichtig. Das gibt Kindern wieder ausreichend Kraft, um sich auf den weiteren Unterricht zu konzentrieren. Kinder, die gut gefrühstückt haben, brauchen dann zwar nicht ganz so viel Nachschub wie ein Frühstücksmuffel, aber nachtanken sollten auch sie.
Das Pausenbrot
Neben der Energie zum Lernen dürfen auch die Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente nicht zu kurz kommen. Das haben wir im Seminar erfahren. Was die Kinder aber in der Pause zu sich nehmen, hängt häufig von den Eltern ab. Wie wir aber oft sehen, sind die mitgebrachten Esswaren nicht immer gesund. Den Kindern etwas mitgeben, was ihnen wirklich sehr schmeckt (Schoggi, Chips), damit sie es dann wirklich auch essen, ist nicht immer das Beste. Kinder sollten erfahren, dass auch gesundes Essen sehr lecker schmecken kann. Dafür können Elternabende einen grossen Beitrag zur Aufklärung gesunder Ernährung beitragen.
Ich finde, dass wir in der Schule aber auch Verantwortung übernehmen müssen. Ernährung im Unterricht zu behandeln ist sicher sehr sinnvoll. Besser würde ich ein Schulhausprojekt zu diesem Thema finden, so dass alle Schüler aufgeklärt werden und die Erfahrung machen dürfen, dass auch z. B. Obst, Trockenfrüchte, Fruchtschnitten oder auch mal ein Müsliriegel richtig geniessbar sind.
Wie wir auch schon im Seminar erfahren haben, gibt es bereits etliche Projekte, die die Schüler zu gesundem Essen motivieren (schtiffti.ch). Auch wenn die Leute dieses Projektes nicht in dieses Schulhaus kommen, wo wir zukünftig unterrichten werden, so ist es sicher nötig eigene Projekte für ein besseres Pausenbrot auf die Beine zu stellen. Ein gesundes Sortiment im Pausenkiosk oder noch besser der Pausenapfel sorgen dafür, dass die Kinder frisch und gestärkt in den Unterricht gehen.
Um auch ein Pausensandwich gesund aufzupeppen, habe ich im Internet folgende Rezepte gefunden, die wir gemeinsam mit den Kindern und den Eltern ausprobieren können.
Pausenbrote kunterbunt:
Big Snack
1 Vollkornbrötchen dünn mit Margarine oder Butter bestreichen, 1 Salatblatt, 1 Scheibe Käse und 1 Scheibe Putenbrust sowie 2 dünne Gurkenscheiben und 1 Scheibe Tomate zwischen die Brötchenhälften legen.
Klappstulle „Hase“
1 Scheibe Vollkornbrot mit Frischkäse bestreichen. 1 kleine Möhre raspeln und auf den Frischkäse geben. Das Brot halbieren, zusammenklappen und fest andrücken.
Pikanter Hamburger
2 Scheiben Mischbrot dünn mit Margarine oder Butter bestreichen. 1 Scheibe Butterkäse auf eine Scheibe legen. Den Deckel und die inneren Kerne einer roten Paprika entfernen und auswaschen. Auf einem Küchentuch trocknen lassen. Dann die Paprika in große Ringe schneiden und auf dem Brot verteilen.
Nachmittags
Manchmal tut etwas Süßes einfach gutAlle kennen das, manchmal brauchen auch wir etwas Schokolade oder einen „Güezi“. Selbstverständlich haben auch Kinder das Verlangen nach Süßem. Ich bin der Meinung, dass Verbote nichts bringen, im Gegenteil: Was verboten ist, hat bekanntlich seinen besonderen Reiz. Natürlich sollten idealerweise nachmittags auch Obst, Rohkost, Joghurt, Brot, Müsli oder Vollkorncerealien auf dem Tisch stehen. Aber ab und zu liegt auch ein Stück Kuchen drin. Dabei dürfen wir es aber nicht übertreiben. Bei einer Internetrecherche habe ich folgendes dazu gefunden: In einer ausgewogenen Ernährung sollten höchsten 10 % der täglichen Energie aus Süßwaren, Zucker, Limonade oder Knabbereien kommen. Für 7- bis 10-Jährige sind das maximal 180 kcal in Form von Süßem, also z. B. 1 Mini-Riegel NUTS plus 1 Glas Fanta oder 1 Portion rote Grütze plus 1 KITKAT Mini oder 1 Esslöffel Nuss-Nougat-Creme plus 1 Riegel Vollmilchschokolade.
Trinken nicht vergessen
Wasser ist eines der wichtigsten Nahrungsmittel, schließlich besteht der Körper zu zwei Dritteln aus Wasser. Während der Körper mehrere Wochen ganz ohne feste Nahrung auskommt, könnten wir nur 2 bis 4 Tage ohne Wasser überleben. Je jünger ein Kind ist, desto wichtiger ist ausreichendes Trinken. Deshalb sollten wir den Kindern erlauben, zwischendurch auch während des Unterrichts zu trinken. Wasser, Früchte- oder Kräutertees bzw. verdünnte Säfte sind ideal. In vielen Schulen wird am Schulkiosk auch Schulmilch verkauft. Sie ist eine sinnvolle Alternative und schmeckt lecker!
Montag, 15. Januar 2007
Thema Computer und Internet
Heute hat beinahe jede Schule Zugang zum Internet. Viele der Primarschüler sind mit dem Internet aufgewachsen und haben auch zuhause Internetzugang. (Jedoch haben (noch) nicht alle Familien einen Computer und Internet zuhause.) Der Umgang mit dem Computer wird heutzutage auch immer wichtiger. Bei jedem Bewerbungsschreiben, bei jeder grossen Arbeit wird eigentlich erwartet, dass man sie computergeschrieben abgibt.
Auch in den Schulzimmern von allen Praktikumklassen, die ich bisher hatte, standen mindestens zwei bis drei Computer.
Die meisten dieser Kinder wissen, was man mit einem Computer alles (zumindest ein Teilbereich davon) machen kann, können ihn anschalten, vielleicht noch einen Text im Word schreiben, kennen im Internet die Suchmaschine „Google“ und spielen die verschiedensten Spiele.
Computergebrauch in der Schule
Im Bereich Schule kann der Computer vielfältig eingesetzt werden. Man muss aber immer darauf schauen, wie man ihn nutzt, da meistens nur eine kleine Anzahl Computer in den Schulzimmern vorhanden sind und nicht alle Schüler gleichzeitig damit arbeiten können.
Man kann den Computer allerdings zum Beispiel gut bei einer Werkstatt einsetzen, bei der ein Werkstatt-Auftrag lautet, eine bestimmte Aufgabe am Computer zu erledigen. Auch bei Gruppenarbeiten können die Gruppen das Internet auf ihr Thema hin durchforsten. Wichtig ist, dass man der Klasse eine gute Einführung in das Internet und in das Suchen mit der Suchmaschine gibt. Es gibt auch viele Programme, wie zum Beispiel im Bereich Mathe oder Deutsch, mit denen sich die Kinder spielerisch Wissen aneignen können.
Vorteile des Internets
Auch für uns hat das Internet seine Vorteile. Möchte ich eine Information wissen, wie eine Telefonnummer oder eine Adresse, so schaue ich diese auf dem Online-Telefonbuch nach. Suche ich etwas anderes, kann ich es mal bei Google oder bei Wikipedia eingeben und finde so meistens etwas Brauchbares.
Negative Seiten des Internets
Das Internet hat aber nicht nur seine guten Seiten. Es gibt zwar auf den Millionen Pages noch mehr Informationen, deren Richtigkeit manchmal jedoch etwas fragwürdig ist, je nach dem, auf was für einer Seite man die Information gefunden hat. Möchte ich ganz sicher gehen, ob etwas stimmt, so lese ich meistens immer noch zur Überprüfung in einem Buch über das betreffende Thema nach und vertiefe mich.
Zudem gibt es im Internet viele Seiten, die nicht für Kinderaugen bestimmt sind, und auch der Chat, eine beliebte Beschäftigung für Kinder / Teenager birgt seine Gefahren. Ich glaube, dass es aber Programme gibt, die man auf dem Computer installieren kann, mit denen man Webseiten, die nicht für Minderjährige bestimmt sind, nicht öffnen kann. Jedoch kann ich darüber keine genaueren Angaben machen. Vielleicht weiss es jemand von euch!?
Tipps für Kinderseiten
Hier noch zwei gute Tipps, wo Kinder surfen können: Es lohnt sich, einmal einen Blick rein zu werfen!!!!
www.zzzebra.de : Ein Web-Magazin für Kinder mit vielen Bastelideen, Geschichten, Spielen und noch vielem mehr
www.blinde-kuh.de : Die Suchmaschine für Kinder
Gesunde Schule
Im letzten Modul sprachen wir davon, dass es wichtig ist, den Kindern in der Schule zu zeigen, wie man sich gesund ernährt.
Wichtig ist, dass die Lehrpersonen selber motiviert sind dieses Thema den Schülern weiter zu geben. Und da wir als Lehrpersonen Vorbilder sind, ist es natürlich nicht sehr hilfreich, wenn wir selber sehr ungesund leben.
In meinem Orientierungspraktikum machte das ganze Schulhaus einen Ausflug in den Wald. Die Schule unternahm immer wieder solche Dinge, welche von den Eltern organisiert wurden, da sie ein Projekt „gesunde Schule“ angeschlossen sind. Als wir im Wald waren, wurden Würste gebraten. Einige Kinder assen gerade mehrere Würste. Auch hatten die Kinder sehr viel ungesunden Snack dabei. Die Eltern, welche mithalfen, verteilten selber auch noch Gebäck. Ich fragte mich nun, was dieser Ausflug wirklich nützte. Wahrscheinlich war es für die Kinder einfach ein toller Vormittag, wobei sie jedoch nichts über gesunde Ernährung gelernt haben.
Auch in meinem ersten Praktikum erlebte ich etwas Ähnliches. Auch diese Schule war eine „gesunde Schule“. Ein Projekt war es, dass sich jeweils zwei Klassen gegenseitig etwas zu liebe taten. Meine dritte Klasse machte für die sechste Klasse einen Fruchtsalat. Einige Tage später lud uns die sechste Klasse zum Tee trinken ein. Sie hatten verschiedene Teesorten gemixt und unsere Klasse durfte nun bestimmen, welcher der beste Tee ist. Dies wäre ja eigentlich eine super Idee. Witzigerweise gab es aber neben dem Tee noch haufenweise Kuchen. Nicht etwa Früchtekuchen sondern Schokoladenkuchen. Dieses Buffet war natürlich einiges spannender als der Tee. Die Frage ist nun wieder, was die Kinder bei diesem Anlass tatsächlich gelernt haben.
Ich finde es eigentlich auch komisch, wenn man im Lehrerzimmer total ungesunde Sachen isst und den Kindern predigt, dass sie genau diese nicht essen sollen. Genau dies war in diesem Schulhaus der Fall.
Neben der Ernährung gibt es ja noch weitere Aspekte, welche zur Gesundheit der Kinder beiträgt. Ich denke da vor allem an die Freizeitplanung. Heutzutage gehen viele Kinder kaum mehr an die frische Luft. Viel mehr verbringen sie ihre Zeit vor dem Fernseher oder dem Computer. Als Lehrpersonen sollten wir unsere Kinder deshalb motivieren ihre Freizeit draussen und in Bewegung zu verbringen.
Eine Variante ist es natürlich die Kinder auf Sportclubs aufmerksam zu machen. Weiter kann man sie auch motivieren in eine Pfadi, Cevi oder in eine ähnliche Gruppe zu gehen. So kommen die Kinder wenigstens einmal pro Woche an die frische Luft und bewegen sich.
Natürlich können wir auch in der Schule einen Beitrag dazu leisten, dass die Kinder mehr Bewegung haben. Zum Beispiel in dem man den Kindern lustige Spiele für die Pause vorschlägt, welche sie dann auch mit ihren Freunden in der Freizeit spielen können.
Besonders wichtig finde ich, dass man auch mit den Eltern über dieses Thema spricht. Sie müssen sich bewusst sein, dass es grösstenteils an ihnen liegt, ob sich ihr Kind gesund ernährt und sich auch genügend bewegt. Leider sind heutzutage die Kinder viel alleine zu Hause, da die Eltern arbeiten müssen. Diese Eltern müssen besonders darauf achten, dass die Kinder in ihrer Abwesenheit nicht einfach vor dem Fernseher sitzen und ungesunde Sachen essen. Falls sie ihre Kinder nicht davon abhalten können, würde ich ihnen vorschlagen, die Kinder für diese Zeit in einen Hort zu bringen.
Samstag, 13. Januar 2007
Spielend lernen
Selbstzweck und Selbstbestimmung beim Spielen stelle ich mir als grosse Herausforderung an die Lehrperson vor. Das Kind dem Spiel überlassen heisst zugleich auch sich als LP zurückziehen und den Dingen seinen Lauf lassen. Aber wo bleibt der Lerneffekt?
In diesem Eintrag möchte ich mich dem Spiel in der Schule widmen. Wir selber erlebten kurz vor Weihnachten, was es heisst, Zeit zu haben, um Spiele zu spielen und auszuprobieren. Ich erinnere mich, wie sich unsere Gruppe mit einem Spiel der Schweizer Geografie befasste. Viele Dörfer und Städte, die man vom Namen her kennt, jedoch nie genau weiss, wo sie sich tatsächlich befinden, kamen im Spiel vor. Die Kantonszuordnung war uns hin und wieder schwer gefallen, was oftmals ein leicht beschämendes Schmunzeln auslöste. Und tatsächlich: ich erinnere mich noch ziemlich genau an den Spielplan mit den Ortsnamen und Sehenswürdigkeiten der Schweiz und an die damals falschen Kantonszuordnungen. Also doch, ein Spiel kann uns sehr wohl etwas lehren!
In der Schule sollten Spiele vorhanden sein. Genau so wie Bücher zur freien Benützung stets präsent sein sollten, so sollten auch Spiele zur Verfügung sehen. Kinder, die die vorgegebenen Aufträge erledigt haben sollen auch mal Zeit haben, sich einem Spiel zu widmen. Dazu gehört jedoch eine Vorraussetzung: die Spiele müssen eingeführt werden. Unsere Spielgruppe vom letzten Mal hatte anfangs Mühe mit den Regelkenntnissen. Für uns war es nicht so einen grossen Aufwand, die Anleitung im Eiltempo durchzulesen, doch dies kann man nicht von SchülerInnen erwarten, welche vielleicht erst gerade mit Lesen begonnen haben. So kamen wir also zum Schluss, dass Spiele eine gute Einführung benötigen, um gebraucht zu werden.
Konkret stelle ich mir das so vor, dass anfangs der Klassenübernahme nacheinander, in einer Zeitspanne von wenigen Wochen, die üblichen Spiele im Klassenrahmen eingeführt werden. In der Halbklasse sollten die Kinder zudem bereits Gelegenheit haben, sich in die vorgestellten Spiele vertiefen zu können.
Was mir ebenfalls wichtig erscheint ist die Zeit zu geben, um spielen zu können. Die besten Spiele nützen nichts, wenn man nie Gelegenheit hat, sich damit zu befassen. Und somit relativiere ich oben Gesagtes; nicht nur die „Schnellen“ sollten Gelegenheit zum Spielen haben, sondern alle Kinder. Spiele fördern das positive Sozialverhalten und können gar Lerngegenstände vertiefen. Jedoch sollten meiner Meinung nach nicht alle vorhandenen Spiele „schulisch“ sein. Denn auch ein normales Kartenspiel hat positive Wirkungen. Unbewusst lernen Unterstufenschüler mit dem „Elferraus“ die Zahlenreihe oder Mittelstufenschüler über „Die Schweizerreise“ ihr Land kennen.
Spiele sind also sehr variabel einsetzbar und immer beliebt.
Zum Schluss möchte ich noch eine Praktikumserfahrung anhängen. In der 3. Klasse im P1 hatten wir einen ADHS-Schüler, welcher oft durch asoziales Verhalten auffiel. Er hatte Mühe, sich in eine Gruppe zu integrieren und war deshalb ziemlich unbeliebt bei seinen MitschülerInnen. Über Mittag - wir waren an einer Tagesschule - stand es den Kindern offen, in ein so genanntes Lernatelier zu kommen. Dieses Zimmer war ausgestattet mit Büchern und einer grossen Anzahl verschiedenster Spiele. Und genau der oben genannte Junge ging da regelmässig hin. Es war für ihn nicht immer einfach, mit seinen Kollegen nach den vorgegebenen Regeln zu spielen, aber im Grunde genommen war es auch für ihn eine lustvolle Angelegenheit.
Ich möchte hiermit sagen, dass Kinder, welche verhaltensauffällig sind im Sozialverhalten besonders oft spielen sollten. Es gibt wohl kaum eine vergleichbare, ebenso positive Art zum Training der Teamfähigkeit!
Freitag, 12. Januar 2007
Blog zum Thema "Spiele in der Schule"
Bis jetzt habe ich immer gute Erfahrungen mit Spielen in der Schule gemacht.
Mir selber ist vor allem eine gut strukturierte und klare Einführung wichtig. Gelingt es einem nicht, den Schülerinnen und Schülern das Spiel gut, prägnant und kurz und bündig zu erklären, so entstehen können Unklarheiten entstehen, welche die Schüler demotivieren und die Stunde läuft nicht mehr wie geplant.
Die besten Erfahrungen habe ich gemacht, indem ich Spiele, die noch nicht bekannt waren, meist mit einer Gruppe von Schülern gleich „vorgespielt“ habe und beiläufig die Regeln erklärt habe. Bei einfachen, schon bekannten Spielen ist dieser Schritt überflüssig und die Schüler können gleich mit dem Spielen beginnen.
Verschiedene Variationsformen
Wie im Auszug „Spiel“ (S. 109) beschrieben steht, gibt es verschiedene Variationsformen (Spiele mit verschiedenem Ablauf und Zielen), die sich gut im Unterricht einbauen lassen. (Bei den Beispielen zu den einzelnen Variationsformen lassen sich übrigens gute Ideen finden!)
Eigene Erfahrungen mit Spielen im Unterricht
Ich selbst habe Spiele in meiner eigenen Schulzeit immer als eine auflockernde Unterrichtsvariation angesehen. Es hat z.B. noch in der Kanti Spass gemacht, Franzwörter spielerisch zu repetieren und ich denke, dass durch das Vertiefen in das Spiel oft auch mehr Französisch „hangengeblieben“ ist als beim stieren frontalen Abfragen und Auswendiglernen.
Ideen.
Im Orientierungspraktikum habe ich den Auftrag erhalten, in der Sekundarschule B eine Repetitionsstunde zu halten. Da es die letzte Mathestunde vor Weihnachten war, habe ich ein Leiterlispiel mit weihnachtlichen Motiven gestaltet, bei dem auf gewissen Feldern Repetitionsaufgaben kamen, die sie lösen mussten, um weiterzukommen. Das Spiel kam gut an und die Schüler waren auch fleissig damit beschäftigt und interessiert, die Aufgaben zu lösen.
Gute Ideen
- Allgemein: Das Dossier „S23 Brettspiele“ aus Spiele zum Schulunterricht vom Schubiverlag finde ich eine gute Auflistung und Ideensammlung für künftige Spielideen und Variationen in den zukünftigen Praktika. Man kann hier auch immer gleich Spielkarten, Spielbretter etc. bestellen, die noch leer sind, so dass man sie selber beschriften / gestalten kann und auch gleich das zu behandelnde Thema (bei Bedarf) einbauen kann.
- Geografie Kt. Zürich: „Zürcher S-Bahnspiel, Mit dem Böögg zu den schönsten Ausflugszielen.“, von Stefanie Rohner und Christian Wolf, Werd Verlag, (3-6 Personen ab 8 Jahren)
Ziel des Spieles ist, den Böögg auf dem S-Bahn-Netz zu fangen und ihn zu den schönsten Ausflugszielen im Kanton Zürich zu begleiten. Der Kanton ist anschaulich dargestellt und man lernt zugleich noch verschiedene Sehenswürdigkeiten kennen, zu denen jeweils ein kurzer Beschreib steht. (Kann ich empfehlen!)
- Stadt Zürich: „Das grosse Zürich-Spiel“ vom Tagesanzeiger, Werd Verlag, (2-6 Spieler, aber erst ab 14 Jahren empfohlen!L)
Hier lernt man Zürich spielerisch kennen mit einem Spielbrett (Foto-Obenansicht von Zürich) und 400 Frage-, Antwort-, und Aktionskarten aus den Bereichen Geschichte, Kultur, Sport, Kuriositäten, Humor und Wissenswertes.
Zum Auszug aus Barbara Gugerli-Dolders Buch "Im Schla(u)raffenland" Eine Unterrichtshilfe zum Thema Pausenkiosk und Ernährung (Verlag Pestalozzianum)
Besonders interessant und zugleich beunruhigend ich Folgendes gefunden: „Gemäss dem
Nimm man von der ersten Aussage nun an, dass von den 15-jährigen Mädchen ein Viertel, also 25% untergewichtig sind und liest dazu in der zweiten Aussage noch, dass ein weiteres Viertel übergewichtig ist, so verbleiben noch 50% normalgewichtige Mädchen. Die Angaben stammen zwar von zwei verschiedenen Fachstellen, aber auch wenn das Resultat wahrscheinlich wohl real einige Prozente von diesem Wert abweicht, finde ich diese Tatsache dennoch schockierend und es regt mich zum Denken an, woher dieses Problem wohl kommt.
Für mich sind unter anderem die Medien, in denen diesen jungen Mädchen (aber auch anderen Geschlechts- und Altersgruppierungen) „falsche“ Werte übermittelt werden, sicherlich ein grosser Grund. Erfolgreiche und gutaussehende Models sind meist spindeldürr, und es wird weggeblendet, dass der Durchschnittsmensch im Normalfall keine solche Masse aufweist.
In der Werbung wird auch (zu)viel für neue Schokoladencréationen, die neusten chrunchigen Chips und weitere Dickmacher geworben, welche die Zuschauer verführen, sie zu kaufen und auszuprobieren.
Nun ist es eine Aufgabe von uns Lehrern, Kinder, welche nicht schon von zuhause über gesundes Essen aufgeklärt werden und denen oft ein ungesunder Z’nüni mitgegeben wird, über gesundes Essen zu informieren. Ich kann mir vorstellen, dass dies jedoch etwas schwierig ist, da bei Kindergarten- und Primarschulkindern meist die Eltern bestimmen, was gekocht und gegessen wird und auch den Z’nüni vorbereiten.
Im Orientierungspraktikum habe ich im Kindergarten erlebt, dass es darüber Regeln gibt, was die Kinder zum Z’nüni mitbringen dürfen. Die Eltern wurden an einem Elternabend darüber informiert und die meisten hielten sich auch daran. Die Kindergärtnerin hat uns erzählt, dass ein Junge in letzter Zeit nur noch Pommes-Chips, Gummibärli und andere ungesunde Sachen zum Z’nüni bekam. Darauf hat sie seine Mutter per „Infoheft“ gebeten, doch einmal einen Apfel, Darvida oder ein Rüebli einzupacken.
Wichtig ist, dass man schon früh damit anfängt!!!
Im Auszug vom Buch „Schla(u)raffenland“ finden sich auch viele interessante Tipps für Internetseiten (S.53, 56) , in denen es um gesunde Ernährung geht. Weiter wird auf andere weiterführende Medien wir Bücher (S. 50, 53, 56) verwiesen und es gibt Arbeitsblätter zum Buch.